Drei mal drei = Seilbahn?

Von inhaltlichen Brücken und geteilten Attraktionen

Das neue BUGA-Konzept von Landschaftsplaner Stephan Lenzen wird greifbarer. Ein Gondel-Konzept soll Touristenattraktion und Nahverkehrsmittel werden.
Nach der Mahnung des Mannheimer Gemeinderats den Kostenrahmen einzuhalten, folgt nun ein Umsetzungsmodell: Drei Städte teilen sich eine Seilbahn.

Bundesgartenschau-Seilbahn

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Drei Städte, drei BUGAs, eine Seilbahn

Wie der Mannheimer Morgen berichtete könnten sich die BUGA-Städte Heilbronn (2019), Erfurt (2021) und Mannheim (2023) bald eine Attraktion teilen. Die Erfurter BUGA-Geschäftsführerin Kathrin Weiß teilte im Aufsichtsrat ihrer Gesellschaft mit: Die künftigen Bundesgartenschau-Städte überlegen, sich die Kosten für eine Seilbahn des österreichischen Herstellers Doppelmayr zu teilen.
Michael Schnellbach, Geschäftsführer der Mannheimer BUGA-Gesellschaft, zufolge, erörtern die drei BUGA-Städte eine gemeinsame Betreiber-Gesellschaft zu gründen und die Seilbahn vom Hersteller zu mieten. Für die weitere Nutzung der Anlage nach der Mannheimer BUGA wäre dann wieder die Hersteller-Firma Doppelmayr zuständig.

Ab- und Aufbauen – Wofür?

Nachdem der Mannheimer Gemeinderat beschloss die Straße „Am Aubuckel“ nicht für die BUGA 2023 zu verlegen, wie ursprünglich vorgesehen, musste ein neues Konzept her. Das Konzept Lenzens verbindet die BUGA-Orte Mannheims. Die Streckenführung der Gondelmodelle, die man aus den Alpen kennt, würde nach Lenzens Vorschlag den Neckar am Luisenpark überqueren und auf einer rund drei Kilometer langen Strecke zwischen Kurpfalzbrücke und Spinelli-Gelände hin und her fahren. Eine touristische Attraktion, sowie ein Nahverkehrsmittel verbände so die Spinelli-Barracks, Luisenpark sowie die Innenstadt rund um Wasserturm, Augustaanlage und Kaiserring.

Das Ziel der Idee: die Kosten durch das gemeinsame Vorgehen deutlich zu senken und den Besuchern der Bundesgartenschauen eine zusätzliche Attraktion zu bieten, erläuterte die Erfurter BUGA-Chefin Weiß. Dennoch sei es bei allen Ideen und Planungen wichtig, die Seilbahn als realistisches Projekt zu entwickeln, das keine zusätzliche finanzielle Belastung bedeutet. Weiß` Aussage spiegelt die Resonanz des Mannheimer Gemeinderates wieder, der nach dem Vorschlag Lenzens die neuen BUGA-Pläne erst auf finanzielle Machbarkeit überprüfen lassen will. Wichtig auch für die regionale Wirtschaft: Die IHK Rhein-Neckar ermahnte mehrfach den Kostenrahmen im Blick zu halten. Für Mannheim speziell gibt es aktuell noch keine Kostenschätzungen. Das Projekt befindet sich in allen drei BUGA-Städten noch in frühen Entwicklungsstadien, so Weiß. Während Mannheim und Erfurt schon Streckenverläufe vorgeschlagen haben, ist man in Heilbronn noch am Beginn der Planungsphase.

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BUGA 2023 – Knoten geplatzt?

Eine BUGA mit Feudenheimer Au sollte es werden, doch nach Kritik und Diskussionen, auch über eine Straßenverlegung „Am Aubuckel“, scheint nun die Kehrtwende zu kommen. Landschaftsplaner Stephan Lenzen schlägt ein Konzept vor, das die Feudenheimer Au, außen vor lässt. Die Pläne konzentrieren sich auf das Spinelli-Gelände, den Luisenpark sowie die Innenstadt rund um Wasserturm, Augustaanlage und Kaiserring. Ein Vorschlag, der die emotionalisierte Debatte zu einer sachlichen Diskussion führen kann. (Der Mannheimer Morgen berichtete)

BUGA reloaded

Grundidee: die Orte der Gartenschauen von 1907 und 1975 mit der neuen BUGA 2023 zu verbinden. Dazu soll altbewährtes wiedererweckt werden. Die BUGA von 1975 als Vorbild, könnte eine Gondel-Seilbahn, die den Neckar am Luisenpark überquert, auf der Strecke zwischen der Kurpfalzbrücke und dem Spinelli-Gelände errichtet werden.
Die Vorschläge präsentierte der Bonner Landschaftsarchitekt auf Einladung der Mannheimer Bundesgartenschau-Gesellschaft den Gemeinderatsfraktionen. Jochen Sandner, Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft in Bonn (DBG) zeigt sich erfreut über die neuen Pläne und die nun möglichen fachlichen Diskussionen. Die Idee, einen inhaltlichen Bogen über die Gartenschauen von 1907 und 1975 zu spannen, findet sich bereits in der ersten Broschüre zur BUGA 2023, mit der sich die Stadt 2012 beworben hatte.

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Quelle: Stadt Mannheim, Fachbereich Presse und Kommunikation

Kompromisse für eine erfolgreiche BUGA 2023

Die neuen BUGA-Ideen ergaben sich aus dem Beschluss des Gemeinderats, die Straße „Am Aubuckel“ nicht, wie ursprünglich vorgesehen, zu verlegen. Die Verlegung der Straße, sollte die Gartenschau auf dem Spinelli-Gelände und in einem Teil der Feudenheimer Au ermöglichen. Die IHK Rhein-Neckar sprach sich dafür aus, eine Variante zu wählen, die die Leistungsfähigkeit der Straße gewährleistet und den Verkehr damit nicht beeinträchtigt. Die Einbeziehung des Landschaftsschutzgebietes Au war im Streit um die BUGA einer der Hauptkritikpunkte.

Kostenrahmen einhalten

Konkrete Zahlen und Pläne wurden in der Informationsrunde der BUGA-Gesellschaft im Juli jedoch nicht genannt. Mannheims Fraktionschefs und der Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz sind sich einig: zuerst müssen die Finanzen geprüft und geklärt werden, ob die BUGA im vorgegebenen Finanzrahmen machbar ist. Die IHK Rhein-Neckar setzt sich dafür ein, dass bei aller Planung und Ideen um die BUGA 2023 der gesetzte Kostenrahmen von 105 Millionen Euro eingehalten werden muss.

Umweltforum kritisiert mangelnde klimatische Verbesserung

Das Umweltforum Mannheimer Agenda 21 e.V. kritisiert dagegen das Lenzensche Grünzug Nordost-Konzept. Das Umweltforum fordert eine Überarbeitung der Planungen für den Grünzug Nordost. Ziel müsse es sein, die klimatischen Verhältnisse im unmittelbaren Einflussbereich des Grünzugs zu verbessern und so positive Auswirkungen auch auf die Lebensqualität des innerstädtischen Wohnens zu schaffen.  Nach aktuellem Stand würden die jetzigen Planungen des Grünzugs Nordost keine Verbesserungen für die Innenstadt bedeuten, so das Umweltforum.

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Landesgartenschau Öhringen gestartet

Zahlreiche Landesgartenschauen sind auch in diesem Jahr im Frühling gestartet. Darunter die Landesgartenschau Öhringen in Baden-Württemberg. Unter dem Motto „Der Limes blüht auf“ werden auf rund 30 Hektar historische Gartenanlagen sowie neu geschaffene Parkflächen präsentiert.

In Baden-Württemberg finden im Wechsel Landesgartenschauen und Gartenschauen statt. Vergeben sind die Großprojekte bereits bis ins Jahr 2025. Das Land unterstützt die Schauen im Rahmen der Stadtentwicklung. Aus dem Landesprogramm ‚Natur in Stadt und Land‘ wurden fünf Millionen Euro für die Realisierung der Landesgartenschau in Öhringen bereitgestellt. Das Land ist gemeinsam mit der Stadt Träger der Landesgartenschau. 28 Millionen Euro wurden in den Bau der Anlagen investiert, davon die Hälfte aus Fördermitteln des Landes.

Die nächste Gartenschau findet 2017 in Bad Herrenalb, die nächste Landesgartenschau 2018 in Lahr statt. Die Landesgartenschau Öhringen läuft noch bis zum 9. Oktober 2016.

 

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Landesgartenschau 2022 in Darmstadt

In der Metropolregion Rhein-Neckar steht eine Landesgartenschau an: Vor kurzem wurde bekannt, dass 2022 die hessische Landesgartenschau in Darmstadt stattfinden wird. Ein Jahr vor der geplanten BUGA in Mannheim werden in Darmstadt rund 400.000 Besucher erwartet.

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Quelle : Wissenschaftsstadt Darmstadt/ Archiv

23 Millionen Euro sind laut Darmstädter Echo für die Schau veranschlagt. Davon sollen knapp 13 Millionen Euro durch Eintrittsgelder und Landeszuschüsse finanziert werden. Mehr als 10 Millionen Euro will die Stadt selbst aufbringen.

Auf der Seite der Stadt Darmstadt finden Sie weitere Informationen zur Bewerbeung um die Landesgartenschau.

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Infoveranstaltung „Grünzug“ am 23. März

Wie geht es weiter mit dem Grünzug Nordost? Diese Frage soll bei einer Bürgerinformationsveranstaltung am

Mittwoch, 23. März 2016, 18:30 Uhr, im großen Saal der Abendakademie Mannheim in U1

beantwortet werden.

Die Bundesgartenschau Mannheim 2023 gGmbH lädt nun alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einer Informationsveranstaltung ein. Stephan Lenzen, der mit seinem Büro im September vergangenen Jahres in dem europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb „Grünzug Nordost und Bundesgartenschau 2023“ im Bereich Landschaft/Freiraumplanung gewonnen hatte, wird seine Ideen an diesem Abend erläutern. Einen ersten Eindruck von Herrn Lenzen bekommen Sie auch im Interview mit der Deutschen Bundesgartenschaugesellschaft.

Neben der Vorstellung der Freiraumplanung wird Lenzen auch auf die Überlegungen zum angrenzenden Städtebau des Wettbewerbssiegers Städtebau Jörg Wessendorf eingehen. Unter der Moderation von RNF-Redakteurin Frauke Hess besteht auch Gelegenheit zur Diskussion mit dem Planer.

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Gemeinderat beauftragt Planung für den Grünzug und stellt Weichen für die BUGA

Die Stadt Mannheim berichtet in ihrer Presseinformation:

Der Gemeinderat hat im Rahmen seiner Sitzung am 1. März 2016 beschlossen, das Landschaftsplanungsbüro RMP Stephan Lenzen damit zu beauftragen, eine vertiefende Planung für den Mannheimer Grünzug Nordost zu erstellen. Das Büro Lenzen hatte im September vergangenen Jahres in dem europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb „Grünzug Nordost und Bundesgartenschau 2023“ den 1. Preis im Bereich Landschaft/Freiraumplanung gewonnen.

U-Halle kann bleiben, Aubuckelstraße auch

Die Verwaltung hatte zuvor die Beschlussvorlage zur Beauftragung von RMP Lenzen in zwei wesentlichen Punkten geändert: Nach der bestehenden Engstelle des Gewerbegebietes Talstraße soll der Freiraum möglichst schnell auf 500 Meter Mindestbreite aufgeweitet werden. Damit wären der Teilerhalt der U-Halle sowie eine Bebauung in Käfertal-Süd/Rott theoretisch möglich. Außerdem wurde ein Passus aufgenommen, der die Einbindung des Gemeinderats fortführt und ihm vor der geplanten Leitentscheidung im folgenden Jahr zusichert, im Planungsprozess aktiv eingebunden zu sein. Zudem soll das Büro Lenzen beauftragt werden, das Konzept für den Grünzug unter Beibehaltung der Straße „Am Aubuckel“ weiterzuentwickeln.

105 Millionen für den Grünzug Nordost

Für den Grünzug ist ein Budget von circa 105 Millionen Euro festgelegt worden. Allerdings: Anders als bei Wohn- oder Gewerbeflächen gibt es für einen Grünzug keine „Investoren“. Daher entstand mit der Planung des Grünzugs die Idee, über eine Bundesgartenschau Fördermittel zu erhalten. Das Land hat bereits eine Förderung wie für die Heilbronner Bundesgartenschau in Aussicht gestellt: Diese erhält vom Land 41,3 Millionen Euro (ohne Verkehrsinfrastrukturmittel). Die Stadt Mannheim geht von einem Eigenanteil von 65,1 Millionen Euro aus, die auf die nächsten zehn Jahre verteilt werden sollen. Die Durchführung der Bundesgartenschau selbst ist mit 41,35 Millionen Euro veranschlagt, 6,85 Millionen Euro wird die Stadt Mannheim zuschießen. Die restlichen 34,5 Millionen müssen über Einnahmen finanziert werden.

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Quelle: Stadt Mannheim, Fachbereich Presse und Kommunikation

Erste Bauarbeiten 2019

Die Planer haben jetzt bis zum Frühsommer 2017 Zeit, in einem interaktiven Prozess das Konzept zu konkretisieren und für bestimmte Fragen Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Dann muss der Gemeinderat endgültig entscheiden. 2019 würden dann plangemäß die baulichen Vorbereitungen für das Ausstellungsgelände der BUGA 2023 auf dem Spinelli-Gelände anlaufen. Momentan wird Spinelli noch von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben verwaltet. Dort sind rund 2.000 Flüchtlinge untergebracht. Die Unterkunft dient als Bedarfserstaufnahmestelle des Landes. Sollten die Planungen der Stadt Mannheim zur Umwandlung des ehemaligen Militärgeländes mit Hilfe der BUGA in einen innerstädtischen Grünzug in den kommenden Jahren schon sehr konkret sein, wäre das ein sehr gewichtiges Argument, den Bund als Eigentümerin von der Notwendigkeit der Übergabe an die Stadt zu überzeugen und die Flüchtlingsunterkunft zu räumen.

Bürgerinfo am 23. März

In einer Bürgerinformationsveranstaltung am 23. März werden Stadt Mannheim und Bundesgartenschaugesellschaft über die nächsten Schritte informieren. Aktuelle Informationen unter www.buga2023.de und natürlich bei uns im BUGA-Blog.

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Minister Bonde besucht BUGA-Baustelle Heilbronn

Mit der Bundesgartenschau  (BUGA) Heilbronn kommt 2019 wieder eine BUGA nach Baden-Württemberg. Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg unterstützt die BUGA in Heilbronn mit 21 Millionen Euro. Minister Alexander Bonde informierte sich in der letzten Woche in Heilbronn über den Stand der BUGA-Bauarbeiten.

„Von der BUGA in Heilbronn erwarten wir uns mit ihrer überregionalen Bedeutung eine Ausstrahlung auf ganz Baden-Württemberg“, sagte der Minister. Das Land unterstütze die Stadt bei der BUGA nicht nur finanziell, sondern auch vor Ort. „Im Treffpunkt Baden-Württemberg stellen die Ministerien und Einrichtungen im Land ihre vielfältige Arbeit vor. Seminare, Fachvorträge, Workshops, Informationsveranstaltungen und Podiumsdiskussionen runden das vielfältige Programm im Treffpunkt Baden-Württemberg ab“, sagte Bonde.

Weitere Informationen zum Besuch des Ministers  sind in der Pressemitteilung des Landes zu lesen.

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Unterstützt die BUGA 2019 in Heilbronn: Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Alexander Bonde

Mehr als 50 Millionen Euro für Heilbronn

Das Land Baden-Württemberg unterstützt die Stadt Heilbronn bei der Durchführung der BUGA mit Geldern aus verschiedenen Förderprogrammen. Neben 21 Millionen Euro Sondermitteln des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz für die Bundesgartenschau werden Mittel aus anderen Förderprogrammen des Landes nach Heilbronn fließen – vor allem aus der Städtebauförderung (rund 20 Millionen Euro) sowie Fördermittel für Straßenbauten (10 Millionen Euro) und Brückenbauten (5 Millionen Euro), berichtet die Heilbronner Stimme.

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