BUGA 2023 – Knoten geplatzt?

Eine BUGA mit Feudenheimer Au sollte es werden, doch nach Kritik und Diskussionen, auch über eine Straßenverlegung „Am Aubuckel“, scheint nun die Kehrtwende zu kommen. Landschaftsplaner Stephan Lenzen schlägt ein Konzept vor, das die Feudenheimer Au, außen vor lässt. Die Pläne konzentrieren sich auf das Spinelli-Gelände, den Luisenpark sowie die Innenstadt rund um Wasserturm, Augustaanlage und Kaiserring. Ein Vorschlag, der die emotionalisierte Debatte zu einer sachlichen Diskussion führen kann. (Der Mannheimer Morgen berichtete)

BUGA reloaded

Grundidee: die Orte der Gartenschauen von 1907 und 1975 mit der neuen BUGA 2023 zu verbinden. Dazu soll altbewährtes wiedererweckt werden. Die BUGA von 1975 als Vorbild, könnte eine Gondel-Seilbahn, die den Neckar am Luisenpark überquert, auf der Strecke zwischen der Kurpfalzbrücke und dem Spinelli-Gelände errichtet werden.
Die Vorschläge präsentierte der Bonner Landschaftsarchitekt auf Einladung der Mannheimer Bundesgartenschau-Gesellschaft den Gemeinderatsfraktionen. Jochen Sandner, Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft in Bonn (DBG) zeigt sich erfreut über die neuen Pläne und die nun möglichen fachlichen Diskussionen. Die Idee, einen inhaltlichen Bogen über die Gartenschauen von 1907 und 1975 zu spannen, findet sich bereits in der ersten Broschüre zur BUGA 2023, mit der sich die Stadt 2012 beworben hatte.

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Quelle: Stadt Mannheim, Fachbereich Presse und Kommunikation

Kompromisse für eine erfolgreiche BUGA 2023

Die neuen BUGA-Ideen ergaben sich aus dem Beschluss des Gemeinderats, die Straße „Am Aubuckel“ nicht, wie ursprünglich vorgesehen, zu verlegen. Die Verlegung der Straße, sollte die Gartenschau auf dem Spinelli-Gelände und in einem Teil der Feudenheimer Au ermöglichen. Die IHK Rhein-Neckar sprach sich dafür aus, eine Variante zu wählen, die die Leistungsfähigkeit der Straße gewährleistet und den Verkehr damit nicht beeinträchtigt. Die Einbeziehung des Landschaftsschutzgebietes Au war im Streit um die BUGA einer der Hauptkritikpunkte.

Kostenrahmen einhalten

Konkrete Zahlen und Pläne wurden in der Informationsrunde der BUGA-Gesellschaft im Juli jedoch nicht genannt. Mannheims Fraktionschefs und der Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz sind sich einig: zuerst müssen die Finanzen geprüft und geklärt werden, ob die BUGA im vorgegebenen Finanzrahmen machbar ist. Die IHK Rhein-Neckar setzt sich dafür ein, dass bei aller Planung und Ideen um die BUGA 2023 der gesetzte Kostenrahmen von 105 Millionen Euro eingehalten werden muss.

Umweltforum kritisiert mangelnde klimatische Verbesserung

Das Umweltforum Mannheimer Agenda 21 e.V. kritisiert dagegen das Lenzensche Grünzug Nordost-Konzept. Das Umweltforum fordert eine Überarbeitung der Planungen für den Grünzug Nordost. Ziel müsse es sein, die klimatischen Verhältnisse im unmittelbaren Einflussbereich des Grünzugs zu verbessern und so positive Auswirkungen auch auf die Lebensqualität des innerstädtischen Wohnens zu schaffen.  Nach aktuellem Stand würden die jetzigen Planungen des Grünzugs Nordost keine Verbesserungen für die Innenstadt bedeuten, so das Umweltforum.

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Eine Antwort zu BUGA 2023 – Knoten geplatzt?

  1. Karlheinz Sausbier schreibt:

    Die Strecke in Erfurt beträgt 1,1Km. Vom Collini bis Spinelli sollen es 3Km sein. Ich glaube es sind mehr. Drei Besonderheiten kommen hinzu : Ebertbrücke, Riedbahnquerung und „Neckarsprung“. Die Kosten werden daher sicher nicht durch 3 geteilt. Den halbjährlichen Betrieb mit aufwendigem Auf-und Abbau als ökologisch und kostengünstig zu verkaufen halte ich für unseriös oder besser gesagt : Es scheint wie der Versuch die BuGa mit der Brechstange doch noch durchzusetzen.
    Von wieviel Seilbahnpfosten mit massiver Betonverankerung reden wir eigentlich ???
    Und wieviel steckengebliebene Airbusse mussten seinerzeit (1975) flott gemacht werden ???
    Und wie soll der Tagesbesucher Wasserturm, Augutaanlage, Luiesenpark und Spinelli in einem Tag bewerkstelligen ???
    BuGa- Satellit Herzogenriedpark existiert nicht mehr ???

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