Gemeinderat beauftragt Planung für den Grünzug und stellt Weichen für die BUGA

Die Stadt Mannheim berichtet in ihrer Presseinformation:

Der Gemeinderat hat im Rahmen seiner Sitzung am 1. März 2016 beschlossen, das Landschaftsplanungsbüro RMP Stephan Lenzen damit zu beauftragen, eine vertiefende Planung für den Mannheimer Grünzug Nordost zu erstellen. Das Büro Lenzen hatte im September vergangenen Jahres in dem europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb „Grünzug Nordost und Bundesgartenschau 2023“ den 1. Preis im Bereich Landschaft/Freiraumplanung gewonnen.

U-Halle kann bleiben, Aubuckelstraße auch

Die Verwaltung hatte zuvor die Beschlussvorlage zur Beauftragung von RMP Lenzen in zwei wesentlichen Punkten geändert: Nach der bestehenden Engstelle des Gewerbegebietes Talstraße soll der Freiraum möglichst schnell auf 500 Meter Mindestbreite aufgeweitet werden. Damit wären der Teilerhalt der U-Halle sowie eine Bebauung in Käfertal-Süd/Rott theoretisch möglich. Außerdem wurde ein Passus aufgenommen, der die Einbindung des Gemeinderats fortführt und ihm vor der geplanten Leitentscheidung im folgenden Jahr zusichert, im Planungsprozess aktiv eingebunden zu sein. Zudem soll das Büro Lenzen beauftragt werden, das Konzept für den Grünzug unter Beibehaltung der Straße „Am Aubuckel“ weiterzuentwickeln.

105 Millionen für den Grünzug Nordost

Für den Grünzug ist ein Budget von circa 105 Millionen Euro festgelegt worden. Allerdings: Anders als bei Wohn- oder Gewerbeflächen gibt es für einen Grünzug keine „Investoren“. Daher entstand mit der Planung des Grünzugs die Idee, über eine Bundesgartenschau Fördermittel zu erhalten. Das Land hat bereits eine Förderung wie für die Heilbronner Bundesgartenschau in Aussicht gestellt: Diese erhält vom Land 41,3 Millionen Euro (ohne Verkehrsinfrastrukturmittel). Die Stadt Mannheim geht von einem Eigenanteil von 65,1 Millionen Euro aus, die auf die nächsten zehn Jahre verteilt werden sollen. Die Durchführung der Bundesgartenschau selbst ist mit 41,35 Millionen Euro veranschlagt, 6,85 Millionen Euro wird die Stadt Mannheim zuschießen. Die restlichen 34,5 Millionen müssen über Einnahmen finanziert werden.

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Quelle: Stadt Mannheim, Fachbereich Presse und Kommunikation

Erste Bauarbeiten 2019

Die Planer haben jetzt bis zum Frühsommer 2017 Zeit, in einem interaktiven Prozess das Konzept zu konkretisieren und für bestimmte Fragen Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Dann muss der Gemeinderat endgültig entscheiden. 2019 würden dann plangemäß die baulichen Vorbereitungen für das Ausstellungsgelände der BUGA 2023 auf dem Spinelli-Gelände anlaufen. Momentan wird Spinelli noch von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben verwaltet. Dort sind rund 2.000 Flüchtlinge untergebracht. Die Unterkunft dient als Bedarfserstaufnahmestelle des Landes. Sollten die Planungen der Stadt Mannheim zur Umwandlung des ehemaligen Militärgeländes mit Hilfe der BUGA in einen innerstädtischen Grünzug in den kommenden Jahren schon sehr konkret sein, wäre das ein sehr gewichtiges Argument, den Bund als Eigentümerin von der Notwendigkeit der Übergabe an die Stadt zu überzeugen und die Flüchtlingsunterkunft zu räumen.

Bürgerinfo am 23. März

In einer Bürgerinformationsveranstaltung am 23. März werden Stadt Mannheim und Bundesgartenschaugesellschaft über die nächsten Schritte informieren. Aktuelle Informationen unter www.buga2023.de und natürlich bei uns im BUGA-Blog.

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