Landesgartenschau Landau endet

Am 18. Oktober endete die Landesgartenschau (LGS) im rheinland-pfälzischen Landau. Eine erste Bilanz fällt gut aus: 823.427 Besucher (geplant waren 600.000) und mehr als 2.000 Einzelveranstaltungen in 185 Tagen. Am letzten, kostenfreien, Tag der Schau kamen rund 25.000 Besucher auf das fast 27 Hektar große Gelände.

Nun beginnt der Rückbau. Dabei wird das Gartenschaugelände an die Bedürfnisse für die spätere Weiternutzung angepasst. Während der gärtnerische Ausstellungsbereich der Landesgartenschau auf seine Nutzung als Wohngebiet vorbereitet wird, werden im Bereich der Daueranlagen lediglich kleine Anpassungen vorgenommen. Nach Abschluss der Arbeiten wird es als Parkanlage an die Stadt Landau übergeben.
Zum Jahresende sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein, bis dahin bleibt das Gelände geschlossen. Die LGS in Landau sollte ursprünglich 2014 stattfinden, wurde aber aufgrund mehrerer Bombenfunde auf dem Gelände um ein Jahr verschoben.

Stadt: Fast 400 Millionen Investitionen durch Gartenschau möglich

Landau und die Region haben laut Stadt und Landesgartenschaugesellschaft enorm von der Schau profitiert, mehr als 200 Millionen Euro Investitionen wurden generiert. Darüber berichteten wir bereits und haben nachgefragt, wie dieser Betrag zustande kommt. Die Stadt Landau gab uns folgende Zahlen weiter:

  • 82 Millionen Euro (investive Maßnahmen LGS plus Ausgaben der Entwicklungsmaßnahme Estienne et Foch, die beschleunigt umgesetzt wurde, plus Ausgaben des Durchführungshaushaltes)
  • 30 Millionen Euro (öffentliche und private Investitionen im Umfeld)
  • 75 Millionen Euro (7 Mio. Grundstücksveräußerungserlöse generierten Baugenehmigungsvolumen Dritter von 66,8 Millionen Euro)
  • 20 Millionen Euro (Konsumausgaben Besucher)

Dabei kommt eine Summe von ca. 207 Millionen Euro zusammen. Einige der genannten Zahlen lassen sich auch hier nachlesen.
Aus der (beschleunigten) Vermarktung der noch in Stadtbesitz befindlichen Bauflächen, könnte sich in den nächsten Jahren nochmals ein Investitionsbetrag von 200 Millionen Euro ergeben, so die Angaben eines Stadtsprechers.

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Eine Antwort zu Landesgartenschau Landau endet

  1. Frage ist, ob die Daten von unabhängiger Stelle ermittelt wurden und auf welcher Grundlage die Investitionen der LAGA zugeordnet worden sind. Wenn man sieht, dass die Grundstücksverkäufe und die Investitionen dort als durch die LAGA ausgelöst gewertet werden, kann man sich leicht vorstellen, wie subjektiv auch die anderen Positionen der LAGA zugeordnet wurden. Warum nennt man z.B. das Besucherplus und nicht die dadurch generierten Mehreinnahmen? Waren das vermehrte Folgebesuche von Dauerkartenbesitzern? Wieso erklärt sich die Position öffentliche und private Investitionen im Umfeld (30 Mio) durch die LAGA. Entweder diese Maßnahmen waren aus infrastrukturellen Gründen notwendig – dann hat die LAGA damit ursächlich nichts zu tun – oder sie waren nicht notwendig und wurden folglich wegen der LAGA durchgeführt und erfüllen dann zumindest teilweise den Tatbestand der Geldverschwendung. Das erinnert etwas an die hanebüchene These, Mannheim hätte nie eine Fußgängerzone erhalten, wenn es die BUGA nicht gegeben hätte. Ich fürchte, die Bürger werden hier im Nachhinein genauso getäuscht wie in Mannheim im Voraus. Dass die IHK solche Nachrichten immer unreflektiert (zumindest unkommentiert) weiterreicht und ihnen damit den Anschein der Seriosität verleiht, finde ich nicht gut.

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