BUGA 2015: Trotz Millionenverlust ein Erolg?

Mit der BUGA 2015 in der Havelregion wurde in diesem Jahr das Experiment gestartet, eine BUGA nicht in einer Stadt, sondern in einer Region stattfinden zu lassen. Der Havel folgend wird in 5 Kommunen und zwei Bundesländern die BUGA als Gemeinschaftsschau durchgeführt. Das neue Konzept wird interessiert aufgenommen und sorgte für deutschlandweite Aufmerksamkeit: Ähnliches wurde bereits für eine BUGA 2031 im Mittelrheintal ins Gespräch gebracht.

10 Millionen Euro Defizit

Doch kann das neue Konzept überzeugen? Schaut man auf die Zahlen, so scheint dies nicht der Fall zu sein. Bei einem Zwischenfazit am 16. September vermeldeten die Organisatoren der BUGA 2015: Eine Million Besucher statt der geplanten 1,5 Millionen und ein Defizit von 10 Millionen Euro.
Die geringe Besucherzahl wird auf die extremen Wetterbedingungen mit Hitzerekorden, Stürmen und Unwettern sowie den wochenlange Bahnstreik und den kommunalen ÖPNV-Streik zurückgeführt. Dementsprechend entstand ein Defizit durch nicht getätigte Ticketverkäufe, geringere Parkerlöse und Mindereinnahmen bei der BUGA-Gastronomie. Das Defizit wird voraussichtlich von den beteiligten Kommunen getragen werden.

Zahlen nicht der einzige Gradmesser für den Erfolg

Auf der Habenseite, so die Organisatoren, stehen eine nachhaltige Weiterentwicklung der Region, Marketing für die Region und positive Impulse für den Tourismus. Der Bürgermeister der Stadt Havelberg (eine der beteiligten Kommunen) Bernd Poloski sieht in der BUGA 2015 dennoch einen Erfolg: Hotels und Pensionen bescheren der Stadt rund 50 Prozent mehr Gewerbesteuer-Einnahmen und in der Region seien die Besucherzahlen gegenüber dem Vorjahr um sieben Prozent gestiegen.
Brandenburgs Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann sieht das ähnlich: Zwar habe man Lehrgeld zahlen müssen und das Konzept sollte weiterentwickelt werden, doch Zahlen seien nicht der einzige Gradmesser für den Erfolg der Schau.

Die BUGA 2015 in der Havelregion geht noch bis zum 11. Oktober 2015.

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2 Antworten zu BUGA 2015: Trotz Millionenverlust ein Erolg?

  1. LuzieLuchs schreibt:

    Super Strategie: einfach Erfolg umdefinieren. Aber hätte man das nicht auch schon früher und einfacher haben können, z.B. indem man von vornherein anders kalkuliert?
    Wenn ich das richtig beurteilen kann, dann scheinen doch im Schnitt die Landesgartenschauen „erfolgreicher“ abzuschließen als die Bundesgartenschauen. Und das obwohl sie unter den gleichen Wetterbedingungen arbeiten. 2015: LaGa Landau Top – BuGa Havelland Flop. Hat die IHK eine Erklärung hierfür?

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