IHK warnt: BUGA-Kostenrahmen in Gefahr

dataNach der gestern vorgelegten Verkehrsstudie sieht die Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar den Kostenrahmen von 22,5 Mio. Euro gefährdet. Dieses Summe wurde vom Gemeinderat als Teil des BUGA-Investitionshaushaltes als Höchstsumme für Infrastruktur verabschiedet. Nun laufe man Gefahr, diesen zu sprengen. Die jetzt favorisierte Riedbahn-Variante soll heute schon mindestens 16 Mio. Euro kosten.

Die IHK fordert deshalb, den Kostenrahmen auf den Prüfstand zu stellen und an andere Stelle zu sparen. Bedauerlich findet die IHK zudem, dass bspw. die Variante „Einschnitt“ zwar weiter mitgetragen würde, aber nicht zur Untersuchung stand, obwohl sie ersten Schätzungen zu Folge günstiger wäre.

Die IHK Rhein-Neckar hat bereits 2013 in einem Eckpunktepapier zur BUGA Stellung zur Verkehrssituation bezogen. Die Langfassung ist unter www.rhein-neckar.ihk24.de/buga2023 abrufbar.

Hintergrund:
Am 30. September wurde in einer Pressekonferenz die „Verkehrsstudie Grünzug Nordost/Straße Am Aubuckel“ vorgestellt. In der Studie wurden zwei Varianten der Verkehrsführung eingehender geprüft: Die Variante „Riedbahnparalelle“ und „Dudenstraße“. Das Ergebnis der Untersuchung favorisiert in der Summe die Bahnparalelle Variante (siehe Grafik), deren Kosten noch im März auf 11,5 Millionen Euro geschätzt wurden, nun aber bei ca. 16 Millionen Euro liegen.

Vergleich

Auszug aus „Grünzug Nordost Spinelli-Barracks Variantenuntersuchung am Aubuckel II“. Quelle: Stadt Mannheim

Die Untersuchung und weitere Informationen finden Sie auf der Seite der Stadt Mannheim unter https://www.mannheim.de/aubuckel

 

Über ihkrheinneckar

Die IHK Rhein-Neckar ist Dienstleister für die Wirtschaft.
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3 Antworten zu IHK warnt: BUGA-Kostenrahmen in Gefahr

  1. Als Beitragszahler der IHK erwarte ich in Sachen BUGA/Aubuckelstraße endlich mehr Aggressivität bei den Kommentaren der IHK. Was sich seit dem Bürgerentscheid abgespielt hat, war abzusehen und wurde von vernünftigen Leuten vorhergesagt. Man kann sich also das Erstaunen für die weitere Entwicklung aufheben. Die bisherigen schlechten Nachrichten sind nur der Anfang. Hier wird auf Biegen und Brechen ein ökonomisch völlig unsinniges und in jeder Hinsicht entbehrliches Projekt durchgedrückt. Die IHK schlägt vor, Kosten zu verschieben. Dieses Prinzip wurde aber schon von Anfang an bemüht. Durch Umgruppierung der Kosten verschwand der ursprüngliche Ansatz für die Straßenverlegung von 7,5 Mio Euro (initiale Machbarkeitsstudie 12.11.2012, Beschlussvorlage Gemeinderat) in der Versenkung. Weiß man denn nicht aus anderen Projekten zur Genüge (Elbphilharmonie, Flughafen Berlin) wie sich Katastrophen/Blamagen ankündigen? Warum lernen wir nichts dazu?

  2. Ursel Risch schreibt:

    Das ganze Projekt BUGA muss abgesagt werden, denn die Katastrophe ist vorprogrammiert. Die Berichterstattung der IHK war immer sachlich, aber diese Sichtweise erscheint mir nun im Angesicht der Tatsachen etwas blauäugig zu sein. Die Finanzplanungen der Stadt zur BUGA sind in allen Bereichen von Anfang an unseriös. Da gibt es nichts zu verschieben, denn es ist abzusehen, dass an anderer Stelle die Kosten genauso explodieren werden, wie bei der Straßenverlegung. Also: nennt das Kind bitte beim Namen und versucht nicits zu beschönigen.

  3. ihkrheinneckar schreibt:

    Hallo Frau Risch, hallo Herr van der Does,
    die Aussagen einer IHK müssen immer sachlich und dürfen nicht aggressiv sein – so höchstrichterliche Rechtsprechung in Deutschland. Das Bundesverwaltungsgericht hat hierzu den IHKs eindeutige juristische Vorgaben gemacht.
    Auch ohne aggressive Sprache positionierte sich gestern die IHK klar und deutlich. Der Mannheimer Morgen hat das genauso verstanden. Er schreibt mit Bezug auf unsere IHK-Presseinformation, dass bei der IHK wegen der BUGA-Kostenentwicklung „die Alarmglocken schrillen“. Wir fordern jetzt, dass der Kostenrahmen einzuhalten ist, der vorgelegte Kostenplan auf den Prüfstand gestellt wird sowie an anderen Stellen Kosten eingespart werden. Diese Positionierung entspricht dem Eckpunktepapier, das die Vollversammlung der IHK Rhein-Neckar beschlossen hat.

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