Im Vergleich: LGA Schwäbisch Gmünd 2014 und BUGA Mannheim 2023

lgs_logoAm 1. August reiste eine 30-köpfige Delegation aus Mannheim nach Schwäbisch Gmünd, um sich die dortige Landesgartenschau (LGA) anzuschauen.
Michael Schnellbach, Geschäftsführer der BUGA-gGmbH und Bürgermeisterin Felicitas Kubala, BUGA-Paten und BUGA-Lotsen, Gemeinderatsmitglieder sowie Fachleute der Verwaltung informierten sich über Umsetzung und erste Erfahrungen mit der Landesgartenschau. Ziel war es, zu identifizieren, was sich möglicherweise für die in Mannheim geplante Bundesgartenschau 2023 lernen lässt.

Wir nehmen die Reise der Delegation zum Anlass, die BUGA 2023 in Mannheim der LGA 2014 gegenüberzustellen. Vorne weg sei gesagt: Die Vergleichbarkeit einer LGA in einer Stadt mit 60.000 Einwohnern und einer BUGA in einer Stadt mit 300.000 Einwohnern ist nur bedingt gegeben.

Besucherprognose:
Wir berichteten bereits in diesem Blog, dass schon beim Verkauf der LGA-Dauerkarten ein Verkaufsrekord zu verzeichnen war und das vor Beginn der Schau. Zur Halbzeit der 166 Tage dauernden LGA wurde nun berichtet, dass die geplante Gesamtbesucherzahl von 750.000 bereits geknackt ist. Am Ende der Schau hofft man, über die Eine-Million-Marke zu kommen.
In Mannheim wird mit 2,8 Millionen BUGA-Besuchern gerechnet.

Fläche:
Die LGA Schwäbisch Gmünd umfasst eine Fläche von 14 Hektar Land, 15 Hektar Waldfläche und einen Hektar Wasserfläche.
Zum Vergleich: Die Mannheimer BUGA sieht 55 Hektar vor.

Infrastruktur:
Sieben Brücken wurden im Rahmen der LGA neu gebaut und zwei saniert.
Auch die BUGA bezieht die Brücken über den Neckar mit ein. Neu gebaut werden, soll hier jedoch nichts.
Ähnlich wie in Mannheim gab es auch in Schwäbisch Gmünd eine Straße, die durch das jetzige Gartenschaugelände führte. 50.000 Autos fuhren dort täglich über eine Bundesstraße, die nun durch den vier Kilometer langen Einhorntunnel unter der Stadt geht.
Über die Mannheimer Straße „Am Aubuckel“ fahren täglich rund 20.000 Fahrzeuge. Wie mit dieser Straße verfahren wird, ist noch offen.

Finanzen:
Insgesamt wurden in der Stauferstadt Schwäbisch Gmünd 150 Millionen Euro aus öffentlicher und privater Hand bewegt, 38,6 Millionen investierte die Stadt, 25 Millionen Euro Fördergelder flossen aus verschiedenen Töpfen – unter anderem aus dem Stadtentwicklungsprogramm, von der Europäischen Union und für den Denkmalschutz. Es wird damit gerechnet, dass der LGA-Haushalt ausgeglichen werden kann. 280 Millionen kostete der Einhorntunnel, jedoch wurde er nicht extra zur LGA angelegt sondern ist bereits seit langem geplant gewesen und wurde 2013 fertiggestellt. Zusätzlich konnte die Stadt in das Bahnhofssanierungsprogramm der Bahn aufgenommen werden.
Für die BUGA 2023 in Mannheim wird mit einem Bundesgartenschau-Haushalt von 146,35 Millionen Euro sowie geplanten direkten Einnahmen und Zuschüssen  von 74,5 Millionen Euro gerechnet. 20 Millionen sind für Infrastruktur-Maßnahmen, also auch für die Straße „Am Aubuckel“, vorgesehen. Zusätzlich sollen die Spinelli Barracks für rund 48 Millionen Euro erworben, erschlossen und entwickelt werden. (Wir berichteten).

Weiter Informationen finden Sie auf der Seite der Landesgartenschau Schwäbisch Gmünd und in einem FAZ-Artikel.

Über ihkrheinneckar

Die IHK Rhein-Neckar ist Dienstleister für die Wirtschaft.
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